Weihnachtsbräuche und Adventskalender in Irland

Die irische Vorweihnachtszeit beginnt mit einem umfassenden Hausputz. Danach werden die Häuser und Wohnung mit Girlanden, Mistelzweigen, Kerzen und anderer weihnachtlicher Dekoration geschmückt. Seit den 60er Jahren werden in Irland darüber hinaus auch Weihnachtsbäume aufgestellt. Auch der Adventskalender gewinnt zunehmend an Bedeutung zur Verkürzung der Wartezeit auf den Weihnachtsabend.

In Irland wird ein Adventskranz aufgestellt, allerdings hat dieser fünf Kerzen: drei sind lila, eine ist rosa und die letzte ist weiß. Aus vielen Häusern klingen gälische und englische Weihnachtslieder und oft riecht es nach dem für Irland typischen „christmas cake“. Gastfreundschaft wird in der irischen Vorweihnachtszeit groß geschrieben und so versammeln sich die Familie am Heiligen Abend („Christmas Eve“) zum umfangreichen Weihnachtsessen, bestehend aus Truthahn, Lachs, Rinderbraten und Krabben, als Dessert gibt es den „plumpudding“ und natürlich reichlich Guinness und Whiskey.

Die Geschenke werden am Heilig Abend von Santa Claus (oder auch „Father Christmas“) gebracht, aber erst am Morgen des nächsten Tages ausgepackt. Aber auch Santa Claus erhält Geschenke. Viele stellen ihm am Abend eine kleine Pastete oder eine Flasche Guinness bereit. Der zweite Weihnachtstag („St. Stephens Day“) ist ein weiterer Höhepunkt der irischen Weihnacht, an diesem Tag ziehen die Kinder durch die Straßen und fordern an den Türen Süßigkeiten und Geld. Erst am 6. Januar wird die Weihnachtsdekoration entfernt.