Geschichte und Ursprung des Adventskalenders

Der Adventskalender ist im 19. Jahrhundert aus dem christlichen Brauchtum entstanden. Er soll den Kindern die verbleibende Zeit bis zum Weihnachtsfest verkürzen. Es gab keine Geschenke, sondern es wurden z.B. 24 Kreidestriche nach und nach abgewischt, jeden Tag ein Bild aufgehangen oder auch Blätter abgerissen.

Das früheste Modell eines selbstgebastelten Adventskalenders stammt aus dem Jahr 1851. Als Erfinder des heutigen Kalenders gilt jedoch der schwäbische Pfarrerssohn und spätere Verleger Gerhard Lang. Seine Mutter hatte ihm zur Überbrückung der Wartezeit bis Weihnachten vierundzwanzig kleine Gebäckstücke auf einen Karton gebastelt und ihm so die Zeit bis zum Heiligen Abend versüßt.

Aus diesen Kindheitserinnerungen entwickelte Lang 1908 den ersten gedruckten Adventskalender.

Nach dem zweiten Weltkrieg, in dem Adventskalender aufgrund der Papierknappheit keine Rolle spielten, entdeckte in den 1960ern die Schokoladenindustrie das enorme Marktpotential und produzierte die ersten Schoko-Adventskalender. Seitdem gibt es diese in der Vorweihnachtszeit in hunderten verschiedener Varianten in allen Supermärkten, Kaufhäuser und Einkaufszentren.

Heute sind viele verschiedene Arten von Adventskalendern im Einsatz. Es gibt einfache Kalender mit Bildern, mit Schokolade oder mit Spielzeug. Der Trend geht jedoch zu aufwendigen, selbstgemachten Kalendern mit 24 individuellen Präsenten, die zu der beschenkten Person passen und daher persönlich und auf den jeweiligen Geschmack zugeschnitten sind.